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Borsfleth | Einzelheiten über das St. Johannis Hospiz in Elmshorn erzählte Doreen Welack jetzt bei einem Besuch in Borsfleth. Denn die Vereine übergaben ihr 500 Euro als Spende.

Maren Dük als Kümmerin von Borsfleth hatte zusammen mit den vier wichtigsten Vereinen des Ortes vor Kurzem rund um das Gemeindehaus einen Weihnachtsmarkt organisiert. Den Rein-Erlös aus dem Verkauf von Speis und Trank sowie aus einer Spendendose, stockten die Freiwillige Feuerwehr, der Sportschifferverein, der Spielmannszug und der Verein „Aktiv für Borsfleth“ auf.

Hospiz-Leiterin beantwortet viele Fragen

Hierzu war die Einrichtungsleiterin Doreen Welack in das Gemeindehaus gekommen, in das Bürgermeister Peter Mohr auch Vertreter der Vereine zu Kaffee und Kuchen eingeladen hatte. „So ein rühriger aktiver Ort ist einfach großartig“, freute sich Welack über die Spende.

In gemütlicher Runde beantwortete die 54-jährige Hospizleiterin viele Fragen. So erfuhren Matthias Fedrowitz, Johanna Mangelsen, Sonja Mester, Andreas Moser und Thekla Bratzke von den sich beteiligenden Vereinen sowie Bürgermeister Peter Mohr, dass das St. Johannis Hospiz über zwölf Zimmer verfüge. Es sei kein Sterbeort, sondern ein Haus des Lebens und Lachens.

Der Dreh- und Angelpunkt unseres Hauses ist die Küche. Doreen Welack, Leiterin des Hospiz in Elmshorn

„Der Dreh- und Angelpunkt unseres Hauses ist die Küche. Dort wird jeden Tag frisch gekocht, wobei auch Lieblingsgerichte Berücksichtigung finden. Wir wollen zum Lebensende eben nur das Beste für unsere Gäste herausholen“, erklärte die gelernte Krankenschwester.

Es geht nur mit Unterstützung

Ein Küchenbetrieb an sieben Tagen sei aber nur mit Unterstützung Dritter durch Spenden, wie eben der Dorfgemeinschaft Borsfleth oder über die im Edeka-Markt Frauen am Fritz-Lau-Platz, beim Elbbäcker und in der Bücherstube Am Fleth stehenden Spendendosen, möglich. Grund ist, dass die Krankenkassen nur 95 Prozent der Kosten für ihre Mitglieder übernehmen. Hierdurch ist die Grundversorgung dann gewährleistet.

Fünf Prozent werden über Spenden bezahlt

Fünf Prozent, oder konkret 18 Euro am Tag und pro Gast müssen aus Spenden aufgebracht werden. „Dieses Geld wandert überwiegend in den Hauswirtschafts- und Küchentopf der Einrichtung, so dass auch am Wochenende Personal zum Kochen bereit steht“, erklärt Welack. Und darauf seien im St. Johannis Hospiz alle stolz.

Bei uns gibt es keine Hektik. Doreen Welack, gelernte Krankenschwester

Auch die Arbeit in einem Hospiz war Thema. Je realistischer man an die Sache herangehe, umso mehr nehme es den Schrecken, meinte die 54-Jährige. „Bei uns gibt es keine Hektik oder womöglich eine Reanimation, sondern nur Ruhe“, beschrieb Doreen Welack den Hospiz-Alltag.

Gemeinsamer Weihnachtsmarkt auch in 2022

Dem Grunde nach würde ein Hospiz die früheren Großfamilien ersetzen, lautete die Erkenntnis von Bürgermeister Peter Mohr. Er freute sich über das Engagement der Borsflether Vereine. „Wir von der Gemeinde sind glücklich darüber, dass von den Vereinen so viel gemacht wird.“ Und auch deren Vertreter waren sich einig: Alle haben sich beim diesjährigen Weihnachtsmarkt so gut ergänzt, dass einer Wiederauflage im Jahr 2022 nichts im Wege steht.

– Quelle: https://www.shz.de/34667877 ©2021