TOTENGILDE BORSFLETH

Die Borsflether Totengilde von 1923 stellt sich vor

Die Borsflether Totengilde von 1923 ist eine Sterbekasse auf Gegenseitigkeit. Sie ist eine kleine Vereinigung, die ihre Mitglieder bei Sterbefällen

durch eine Beihilfe zu den Bestattungskosten unterstützt. Die Gründung der Gilde erfolgte in einer wirtschaftlich sehr schwierigen Zeit, in der Solidarität erforderlich war.

Zu den Initiatoren gehörte damals der Hofbesitzer Gustav Augustin - damaliger Bürgermeister in Borsfleth. Er wurde auch zum 1. Vorsitzenden der Gilde gewählt.

Ihm standen zur Seite: Landmann Otto Schlüter als 2. Vorsitzender, Maurer Hinrich Hauschildt als Kassierer und als Beisitzer fungierten der Schmied Hinrich Münster, Schmiedemeister Johannes Brockmann und Maschinist Ferdinand W. Großkreutz.

Die Mitglieder verpflichteten sich mit ihrem Eintritt, in Todesfällen den Hinterbliebenen eine Bestattungsbeihilfe zu leisten. Es war eine kleine Gilde, in der Gemeinschaftssinn gelebt wurde.

Leider ist in der Zeit der „fetten Jahre und des Überflusses" der Gemeinschaftsgeist verloren gegangen. Die seit Jahren rückläufigen Mitgliederzahlen zeigen dieses deutlich. Dieses könnte sich jedoch wieder ändern.

Mit Beginn des Jahres 2004 wurde das Sterbegeld für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen ersatzlos gestrichen.

Dieses könnte für Borsflether Bürgerinnen und Bürger ein Grund sein, der Gilde beizutreten und damit für den Ernstfall eine kleine Vorsorge zu schaffen.